Die „Wolfsstunde“ bezeichnet den Zeitraum zwischen 2 und 3 Uhr nachts, in dem viele Menschen häufig aufwachen oder Schwierigkeiten haben, ihren Schlaf aufrechtzuerhalten. Diese Phase gilt als entscheidend für die Schlafqualität und fällt oft in die REM- und Traumschlafzyklen, in denen unser Gehirn mit Gedanken und Emotionen beschäftigt ist. In diesem Moment spielen Hormone eine zentrale Rolle: Während das Schlafhormon Melatonin seinen Höhepunkt erreicht, steigt gleichzeitig der Cortisolspiegel, das Hormon, das mit Stress in Verbindung gebracht wird. Diese hormonellen Schwankungen können dazu führen, dass wir unruhige Gedanken haben, was das Aufwachen begünstigt und das Wieder-Einschlafen erschwert. Zudem kann der Rückgang des Serotoninspiegels während der Nacht innere Unruhe verursachen. Häufiges Aufwachen in der Wolfsstunde ist weit verbreitet und bringt viele Menschen in einen Teufelskreis aus Schlafmangel und ausgeprägten Schlafstörungen. Aus diesem Grund gilt die Wolfsstunde als ein interessanter, jedoch häufig belastender Aspekt unseres Schlafverhaltens.
Ursachen für nächtliches Wachwerden
Das nächtliche Wachwerden zwischen 2 und 3 Uhr wird oft als Wolfsstunde bezeichnet und ist ein weit verbreitetes Phänomen. Während der Schlafzyklen durchlaufen wir verschiedene Schlafphasen, darunter auch die Tiefschlafphasen, die für die Erholung des Körpers entscheidend sind. In dieser Zeit verändert sich der Hormonspiegel, was zu Schlafstörungen führen kann. Hormone wie Cortisol und Melatonin beeinflussen nicht nur den Schlaf, sondern auch die Stimmung. Schlafstörungen in der Wolfsstunde können auch Auswirkungen auf den sogenannten Erholungsdruck haben, der die Qualität unseres Schlafs beeinflusst. Ein unausgewogener biphasischer Schlaf, bei dem der Schlaf in zwei Hauptphasen aufgeteilt wird, kann zudem dazu führen, dass man in der Wolfsstunde aufwacht. Es ist wichtig, auf die verschiedenen Faktoren zu achten, die unser Schlafverhalten steuern, um die Ursachen für nächtliches Wachwerden besser zu verstehen.
Die Rolle der chinesischen Organuhr
Die chinesische Organuhr, die eng mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verbunden ist, spielt eine bedeutende Rolle beim Verständnis der Wolfsstunde. Nach dieser inneren Organuhr durchläuft der Körper alle 24 Stunden verschiedene Arbeitsphasen und Ruhephasen, wobei jedes Organ bestimmten Stunden zugeordnet ist. Zwischen 2 und 3 Uhr morgens konzentriert sich die gesamte Lebensenergie auf die Leber, ein Organ, das in der TCM für die Entgiftung und den emotionalen Ausgleich verantwortlich ist. Störungen in der Leberfunktion können zu körperlichen Beschwerden und Schlafstörungen führen. Wenn jemand während der Wolfsstunde wach wird, kann dies auf ein Ungleichgewicht in den Merkmalen der Leber hinweisen, oft in Verbindung mit Stress oder innerer Unruhe. Entsprechend der Lehre der Meridiane ist es wichtig, diesen Energiefluss zu unterstützen, um die nächtliche Ruhe zu fördern. Zusammenfassend zeigt die Rolle der chinesischen Organuhr, wie eng Körper, Geist und die Nacht miteinander verbunden sind, und erklärt, warum das Wachwerden während der Wolfsstunde mehr als nur ein zufälliges Ereignis ist.
Tipps zum besseren Einschlafen
Einschlafen kann eine Herausforderung sein, insbesondere während der Wolfsstunde. Um Schlafstörungen zu reduzieren, ist es wichtig, das Loslass-Organ zu aktivieren und ungelöste Gedanken aufzulösen. Grübeleien können oft den Schlaf rauben, daher hilft eine einfache Atemtechnik: tief einatmen, kurz halten und langsam ausatmen. Diese Technik fördert nicht nur die Entspannung, sondern bereitet auch den Geist auf eine ruhige Nacht vor.
Ein weiterer hilfreicher Tipp ist, vor dem Schlafengehen frische Luft ins Schlafzimmer zu lassen. Diese Maßnahme sorgt für ein besseres Raumklima und unterstützt einen tiefen Schlaf. Eine Tasse Schlaftee kann ebenfalls dazu beitragen, den Körper zu entspannen und die Achtsamkeitslehre zu integrieren. Indem man es sich gemütlich macht und den Tag bewusst Revue passieren lässt, wird der Übergang in den Schlaf erleichtert.
Zudem ist es sinnvoll, digitale Geräte vor dem Zubettgehen zu meiden, um die geistige Ruhe zu bewahren. All diese Ansätze können helfen, die Wolfsstunde als Zeitraum des Wachseins besser zu gestalten und die Qualität des Schlafs zu verbessern.

