Samstag, 22.06.2024

Studie der AOK: Pflegende Angehörige investieren zunehmend mehr Zeit und Geld

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Annemarie Böttcher
Annemarie Böttcher
Annemarie Böttcher ist eine erfahrene Lokaljournalistin, die mit ihrer Liebe zur Region und ihren tiefgehenden Recherchen die Geschichten der Menschen vor Ort erzählt.

Pflegende Angehörige in Deutschland investieren immer mehr Zeit und Geld in die Pflege von Angehörigen zu Hause. Eine Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) zeigt, dass die Belastung der Pflegenden immer stärker wird. Fast jeder Vierte reduziert seine Erwerbstätigkeit oder gibt sie ganz auf, was langfristig zu weiteren Schwierigkeiten in der Pflege und Altersarmut führen kann.

Die Umfrage ergab, dass pflegende Angehörige im Durchschnitt 49 Wochenstunden für die häusliche Pflege aufbringen. Trotz gestiegener Leistungen aus der Pflegeversicherung ist der finanzielle Eigenanteil der Pflegenden von 200 Euro im Jahr 2019 auf 290 Euro im Monat gestiegen. Die hohe zeitliche Belastung hat auch Auswirkungen auf die Berufstätigkeit der Pflegenden: 46 Prozent der Hauptpflegepersonen arbeiten in Vollzeit, 37 Prozent in Teilzeit und 18 Prozent gar nicht. Die Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf muss in Einklang gebracht werden, um weitere Schwierigkeiten in der Pflege zu vermeiden.

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